Mittwoch, 23. Mai 2012

WDR-Markencheck besucht Adidas

Nachdem die erste Staffel des WDR Markencheck im Vorjahr für relativ viel Aufmerksamkeit und Diskussionsstoff sorgte, legt der Sender nun nach. Wurden 2011 neben dem ordinär im Kaffeebusiness beheimateten Unternehmen Tchibo, der schwedische Möbelgigant Ikea, der Mineralölkonzern Aral und der Discounter Aldi auf Herz und Nieren durchleuchtet, stehen 2012 der Discounter Lidl, das Fast-Food-Restaurant McDonalds, die schwedische Mode-Firma H&M, der Elektronikriese Mediamarkt sowie das urdeutsche Unternehmen Adidas auf dem Prüfstand. Auch der Drogeriemarkt dm sowie der Softgetränkhersteller Coca-Cola wurden bereits von den kritischen WDR-Redakteuren unter die Lupe genommen. - Und all dies ist zu sehen zur besten Sendezeit, gleich nach den Hauptnachrichten und nicht etwa auf einem Sendeplatz des WDR, sondern bei dem Muttersender, auf dem Ersten.
Gestartet wurde allerdings chronologisch und angefangen bei Staffel Eins. Wer also die Markenchecks aus dem Vorjahr verpasst hat, der konnte in den vergangen Wochen die versäumten Markenchecks „aufarbeiten“ und so einiges dazu lernen...

Im Fokus der Tester Adidas

Gestern Abend war es also das Ur-Deutsche Unternehmen Adidas aus dem fränkischen Städtchen Herzogenaurach was in den Test-Kategorien Markenwirkung, Freizeitkleidung, Sportartikel und Fairness kritisch beäugt wurde. adidas_logo_2
Das wenig verblüffende Ergebnis des Adidas-Markencheck zeigt, dass insbesondere die Wirkung der Marke mit den drei Streifen auf die potenzielle Kundschaft verblüffend ist. Wirklich verwunderlich ist dieser Fakt allerdings nicht wirklich, schließlich ist Adidas in Punkto Marketing seit gefühlt ewigen Zeiten aktiv und steckt auch eine Menge „Kleingeld“ in Imagewerbung, Sponsoring und Werbung im Allgemeinen. - Der Erfolg ist an Hand eines einfachen Beispiels ganz leicht nachprüfbar: Bereits die Kleinsten wissen was es mit den charakteristischen drei Streifen auf sich hat und haben früh gelernt die Marke wertzuschätzen, wenn nicht gar zu lieben. Von klein an begleitet uns die Marke: Unsere Idole tragen Trikots von Adidas, die Bälle zu Fußball EM und WM, werden stets von Adidas gestellt und mit der Adidas-App kommt sogar der Personal-Trainer aus der fränkischen Kleinstadt...

Auch Überzeugen konnte Adidas in Sachen Qualität der Sportartikel die sich im Sortiment finden lassen. Das spricht für das Unternehmen und zeigt davon, dass die Bayern ihre Hausaufgaben erledigen.
Deutlich Potenzial nach oben gibt es jedoch auf dem Segment der Freizeitkleidung, hier zeigt sich im Test, dass billige Plagiate, die teilweise nur ein Fünftel des Originals kosten, oft mindestens gleichwertig sind. Sprich entweder müsste Adidas hier was die Qualität angeht nachlegen oder seine Preise nach unten anpassen.

Fairness bleibt auf der Strecke

Wie nicht anders zu erwarten wurde auch in Sachen Fairness schlecht abgeschnitten. Verwundern tut dies jedoch auch nicht wirklich, wurde hier vor allen Dingen auf die Produktionsbedingungen geachtet, die insgesamt als schlecht und skandalös betrachtet werden könnten, wären solche oder ähnliche Arbeitsbedingungen nicht traurigerweise ganz normal in Länder wie Sri Lanka, Bangladesh oder sonst wo in den armen Regionen der Welt. Und wenn Adidas konkurrenzfähig bleiben will, hat das Unternehmen auf dem globalen Markt kaum eine andere Chance als sich den Mitwettbewerbern anzupassen. Natürlich könnte Adidas mehr tun, doch im Prinzip ist es das kapitalistische System als solches was Schuld an Ausbeutung, unwürdigen Arbeitsbedingungen, und vielem frag- und beanstandigungswürdigen mehr hat. Hier machen wir es uns als Konsumenten oft recht einfach und fordern besser Voraussetzungen, handeln tun aber die wenigsten danach...

Insgesamt wurde deutlich wo der Erfolg der Marke Adidas zu finden ist und was die Marke mit den drei Streifen ausmacht. Weltweit betrachtet ist Adidas immerhin die Nummer zwei auf dem Markt für Sportartikel, holt aber Jahr für Jahr auf auf den Primus Nike, der, geht es nach den Herzogenaurachern, in nicht allzu weit entfernt liegender Zukunft, diesen Platz an der Sonne an Adidas verlieren soll...

Freitag, 18. Mai 2012

M. Ostertag - ein deutscher Shooting-Star

Wer den Namen Marcel Ostertag nicht kennt oder wenigsten grob zuordnen kann, der hat in Sachen Mode wohl definitiv die vergangen Jahre verpasst. Marcel Ostertag ist ein junger Designer aus deutschen Landen, der sich seit der Gründung seine Label (2006) zu dem Shottingstar der Fashion-Szene entwickelt hat.

gefeierter Liebling der Gazetten

Egal ob Fachpresse, Modeszene und Designer-Kollegen, von allen Seiten her kommt reichlich Lob, Anerkennung sowie nicht enden wollende Gratulationen für den fulminanten Start des Labels. Keine Frage, der aus München stammende Marcel Ostertag ist zum absoluten Liebling der Mode-Branche und Kenner versprechen sich noch viel von dem Bayern. Für viele scheint es wohl nur eine Frage der Zeit bis auch, nach dem Erklimmen des nationalen Mode-Olymp, der Gipfel der internationalen Szene okkupiert wird.
Natürlich stellt sich an dieser Stelle unweigerlich die Frage nach dem Erfolgsrezept. Wie stellt man es an in so kurzer Zeit so aufzusteigen wie Marcel Ostertag? Anderen, definitiv hoch begabte und besonders talentiert, bleibt der Weg auch nur in Näh des Gipfels ihr Leben lang versperrt.

Gibt es ein Erfolgsrezept?

Es ist wohl das besondere Gespür für die Ästhetik des Seins (Immerhin studierte er vor seiner Modekarriere Balletttanz), der Mut zu Stilbruch und die unbändige Freude daran Dinge miteinander zu kombinieren, so dass Neues entsteht. Da trifft Kashmir schon mal auf Kunststoff, ein verwegenes Muster auf ein anderes usw. Mehr an Erfolgsrezept gibt es eigentlich nicht, sieht man ab von den richtigen Bekanntschaften und guten Freunden bei TV-Casting-Shows die dem Jung-Designer vor allen Dingen in den Anfangszeiten die ein oder andere Tür in Sachen Popularität öffneten.

gelernt wie...

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis, oder viel mehr Grund für den Erfolg stellt selbstredend auch die exzellente Ausbildung von Ostertag dar. Eine mehr als solide, blickt man durch die Brille von Mode-Experten und ausgewiesenen Branchen-Kennern. Dem Studium an den durchaus renommierten Schulen SMDOD in München und später dann in Berlin, zog es den Deutschen nach London in das als Kaderschmiede der Mode bekannte Central Saint Martins College wo das Fundament für den Erfolg gegossen wurde. Das selbe Fundament auf dem bereits Lee Alexander McQueen, John Gailliano und Stella McCartney ihre Erfolge errichteten. Der Weg des Erfolges war also vorgezeichnet und Ostertag beschritt ihn - mit Erfolg!

Mittwoch, 16. Mai 2012

Joop - a german Wunderkind!


Wenn drei der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Designer genannt werden sollen, fällt neben den Namen des großen Karl Lagerfeld und Jil Sander auch stets der Name Joop, Wolfgang Joop!
Berühmt, erfolgreich und reich wurde der am 18. November 1983 in Potsdam das Licht der Welt erblickende Wolfgang Joop, vor allen Dingen durch das Gründen seines Mode- und Kosmetikunternehmen Joop!
Dabei war der Weg bis auf den Olymp der Mode nicht gerade das was sich als gradlinig bezeichnen lässt. Nachdem er an einem Braunschweiger Gymnasium 1966 sein Abitur ablegte, verschlug es ihn die Welt der Werbung. Er studierte Werbepsychologie, was er aber mangels wirklichen Interesses abbrach und sich anschließend im weitesten Sinne der Kunst widmete. So arbeitete er als Restaurator ehe er begann Kunsterziehung zu studieren. Dieses zu Ende bringen gelang ihm jedoch auch nicht.
Viel mehr interessierte ihn im Lauf der Zeit die schillernde Welt der Mode, wo er gemeinsam mit seiner Frau schnell die ersten Erfolge einfahren konnte. Joop schien seine Profession gefunden zu haben und machte fortan in Mode worüber er auch in erlesenen Fashion-Magazinen berichtete.
Der letztlich Durchbruch erfolgte 1978. Eine Pelzkollektion öffnete ihm die Tore zu den Haute Couture Designern und Labels. Mit den richtigen Kontakten und dem scheinbar gottgegebenen Talent, feierte Joop dann im Jahr 1982 denn totalen Durchbruch. Seine erste eigene Pret-a-porter-Damenkollektion schlug ein wie ein Bombe. Ebenso wie seine erste Herrenkollektion im Jahr 1985.
Spätestens nachdem Joop zwei Jahre später die erste eigenen Parfum-Kollektion auf den Markt brachte, die erneut einschlug wie eine Bombe, war das Label Joop! eines der angesagtesten Markenzeichen weltweit. Bis zum Jahr 1998 blieb Joop an der Spitze des immer erfolgreich werdenden Modekonzerns, ehe er aufgrund von Unstimmigkeiten mit Partnern beschloss das Label zu monetarisieren, sprich an den Hamburger Wünsche-Konzern zu verkaufen. - Ein lukratives Geschäft, das Joop Raum für neues eröffnete. Mit dem Label Wunderkind schaffte es Joop erneut bis an die Spitze der Modezaren, wo er bis heute thront.

Montag, 14. Mai 2012

Streitthema Outlet-Center

Über kaum ein Thema wird sich so trefflich gestritten wie über die Existenzberechtigung von Outlet-Centern. Ein Thema das von vielen mit vollem Einsatz und reichlich Emotionen datiert und diskutiert wird. Wo ein Outlet geplant ist regt sich meist Protest. Protest von Gegnern, aber auch von Befürwortern die sich gegen ein eventuelles Verbot aussprechen. Die Argumente die in der Folge vorgetragen werden sind, ganz gleich wo man sich in diesem Land befindet, recht ähnlich.
Ob in Remscheid, in Duisburg-Marxloh oder Wuppertal, alles Orte in oder bei denen in nächster Zeit ein Outlet-Center aus dem Boden gestampft werden soll, die Szenen ähneln sich. Und selbst dort wo bereits mit schwerem Gerät Fakten geschaffen werden wie in Neumünster, Ochtrup oder Werl. - Dies zeigt, dass trotz eifrig geführter Diskussionen eine alle befriedende Lösung nicht gefunden wurde. Doch was spricht eigentlich gegen neue Outlets? Warum sollen Städte wie Remscheid oder Wuppertal auf die Vorteile die ein Outlet-Center definitiv mit sich bringt verzichten, wenn spätestens hinter der nicht all zu weit entfernten Grenze zu den Niederlanden munter in Outlets geshoppt werden kann und die dortigen Outlet-Areale immer größer werden und stetig wachsen? Außerdem ergeben Befragungen der Bürger und Anwohner, dass nahezu drei-viertel der Bewohner sich für das Errichten von Outlets aussprechen – ein eigentlich eindeutiges Votum - was will man mehr?

Die größte Gefahr sehen Gegner von Outlet-Neubaus darin, dass die eigentlichen Innenstädte und Fußgängerzonen der Städte vor deren Pforten ein neues Outlet erreichtet werden soll, Gefahr laufen zu Geisterstädten zu verkommen. Auch sehen die Gegner eine Gefahr darin, dass sich die Städte aufgrund der erheblichen Konkurrenzsituation nahezu gegenseitig auffressen und nach und nach veröden. Dass dem der Fall ist lässt sich zwar nicht eindeutig belegen, schließlich führen Outlet-Beführworter auf der andere Seite an, dass die Orte an denen sich Outlets ansiedeln durchaus profitieren – und dies nicht ausschließlich durch entstehende neue Arbeitsplätze und sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen, sondern auch in Punkto Image und Tourismus.

Insgesamt ein durchaus heikles Thema, bei dem es wohl weder noch ein immer richtig, als auch immer falsch gibt. Im Endeffekt kommt es auf den jeweiligen Einzelfall an. Outlets können große Chancen, bieten bergen aber auf der anderen Seite auch Gefahren und wecken Ängste. Daher sollte eine Entscheidung Für oder Wider eines neu geplanten Outlets unter dem Berücksichtigen und Anhören aller Betroffenen erfolgen und im besten Falle gemeinsam ein Konsens gefunden werden.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Verführung schenken - Dessous

Dessous sind, mal ganz neutral gesehen im Prinzip überhaupt nichts anderes als Unterwäsche - wenn auch mit Rüschen, Spitzen oder was auch immer gerade up2date und in Mode ist versehen. Allerdings sind die Unterschiede doch gravierend und im Prinzip auch nicht zu vergleichen.
aus wikicommons under cc-licence Author Di Mola, hudson, ny, usa
Dessous sind eben das genaue Gegenteil von rustikalen Liebestötern aus weißer Baumwolle (oder noch schlimmer brauner Bio-Baumwolle), hautfarbene Korsetts aus längst vergangen Tagen oder dicke Baumwollstrümpfe die alles andere als Reizvoll auf den Partner wirken. Mit chicen Dessous lassen sich Männer betören und ohne große Probleme um den Finger wickeln... Allerdings beruht dies auch auf Gegenseitigkeit; denn wenn er Frau mit schönen, ausgefallenen und luxuriösen Dessous als persönliches Präsent eine Freude macht, dann profitiert auch er von dem im besten Falle "scharfen" Anblick und dem was folgt...
Am einfachsten ist es für Ihn wohl Dessous nicht vor Ort im kleinen Geschäft um die Ecke zu kaufen, sondern dies ganz gemütlich und entspannt von der heimischen Couch aus zu erledigen und das Angebot der zahlreichen Online-Shops zu durchforsten. Ganz gleich ob eines der großen Versand- und Warenhäuser wie MEXX-Shop, Neckermann oder Kaufhof Dessous hat eigentlich jeder im Angebot. Ganz edle Stücke lassen sich natürlich auch bei den vielen bekannten Designer finden, die alle, ob Lagerfeld oder Liebeskind, eine beeindruckende Auswahl an Dessous in ihrem Portfolio haben, wo wohl ein Jeder das passende finden und entdecken sollte. Wer noch sich noch nie näher mit Dessous und sonstiger Reizwäsche beschäftigt hat, der wird staunen was es da alles zu entdecken gibt und unter Umständen auch die Libido neu entdecken.
Also, an alle Herren der Schöpfung da draußen,... am 13. Mai ist Muttertag und wer für seine bessere Hälfte noch nicht das passende Präsent besorgt hat oder gar vollkommen ideenlos ist, dem sei geraten Sie doch in diesem Jahr einfach mal mit chicen Dessous zu überraschen...